Es gibt einen Moment, an den ich mich erinnere wie an gestern. Ein Donnerstagnachmittag im Frühjahr 2024. Ich stehe auf der Baustelle meines eigenen Hauses, in der Hand drei DIN-A4-Ordner, im Hosensack ein Smartphone mit zweihundertvierzig WhatsApp-Nachrichten von Architekt, Statiker, Elektriker und der Versicherung. Ich brauche eine Information aus einem Angebot, das ich vor sechs Wochen bekommen habe. Ich finde sie nicht.
Das ist der Moment, in dem Roxnova angefangen hat. Nicht mit einer Geschäftsidee. Sondern mit einem ganz konkreten Schmerz.
Was Software für Bauherrinnen nicht tat
Ich habe an dem Abend angefangen zu suchen. Wirklich gesucht — nach einer App, die einer Bauherrin hilft, den Überblick zu behalten. Ich habe nichts gefunden. Nichts, was wirklich für Privatleute gedacht war. Es gab Profi-Software für Architekturbüros, ab 80 Euro im Monat. Es gab Excel-Vorlagen, die eine Sachbearbeiterin in der Verwaltung mal gemacht hat. Es gab Dropbox-Ordner-Anleitungen aus dem Jahr 2015.
Aber nichts, was meine Frage beantwortete: Wo sind alle wichtigen Unterlagen meines Bauprojekts an einem Ort, durchsuchbar, sicher — und so einfach, dass ich nach einem Zwölfstundentag noch damit umgehen kann?
Also habe ich angefangen, sie selbst zu bauen.
Aus Pin & Done wurde eine Erkenntnis
Aus dieser ersten Bauakte-App wurde Pin & Done. Ein Werkzeug, das Bauherren ihre Akte digital, sortiert und durchsuchbar in die Hand gibt — KI-unterstützt, aber so einfach, dass meine Mutter es bedienen kann. Sie ist heute im Einsatz bei hunderten Familien, die gerade bauen oder sanieren.
Aus Pin & Done wurde aber etwas Größeres. Eine Erkenntnis. Es gibt Tausende solcher kleiner Probleme. Probleme, die niemand löst — weil große Software-Häuser kein Geld damit verdienen und kleine Dienstleister keine Zeit haben. Vereinsvorstände, die jeden Monat den Newsletter handgeklöppelt versenden. Steuerberaterinnen, die Belege manuell sortieren. Pflegedienstleiterinnen, die Dienstpläne in Word ausfüllen. Pfarrgemeinden, die Förderanträge mit der Schreibmaschine schreiben würden, hätten sie noch eine.
KI ist nicht die Antwort auf alles. Aber sie ist die Antwort auf die langweiligen Teile, die uns die Energie für die menschlichen rauben.
Diese Erkenntnis wurde Roxnova.
Was Roxnova wirklich ist
Roxnova ist nicht eine Software-Bude. Roxnova ist nicht eine KI-Beratung. Roxnova ist auch nicht eine Schulungsfirma — obwohl ich Apps baue, KI-Beratung mache und Schulungen halte.
Roxnova ist eine Stimme. Eine Stimme für die Menschen, die jeden Tag ein Stück Welt zusammenhalten — Handwerker, Solo-Selbstständige, Vereinsvorstände, Pflegekräfte, kleine Läden. Eine Stimme, die sagt: KI ist nicht der Feind. KI ist nicht der Untergang Eurer Berufe. KI ist Euer Lehrling. Wenn Ihr lernt, sie zu führen.
Ich habe Roxnova gegründet, weil mir die Geduld ausgegangen ist mit allen, die genau das nicht sagen. Mit Software, die zu kompliziert ist. Mit Beratung, die nach drei Monaten noch keine Antwort liefert. Mit der unausgesprochenen Annahme, dass Frauen 35 plus zu spät sind, um KI in die Hand zu nehmen. Das stimmt nicht. Sie sind genau richtig.
Und jetzt?
Heute baue ich den PDF Nischenfinder — eine zweite App. Schreibe „Die KI-Dirigentin" — ein Buch und einen Kurs für Frauen in der KI-Arbeitswelt. Gebe Schulungen für Handwerker und Vereinsabende für Pfarrgemeinden. Berate kleine Betriebe, wie sie in den KI-Antworten von ChatGPT und Claude zitiert werden. Und arbeite an einer Stimme für KI mit Herz im deutschsprachigen Raum.
Wenn Du das Gefühl hast, dass Dir die Welt gerade schneller wird, als Du atmen kannst — Du bist nicht allein. Genau deshalb gibt es diese Seite, dieses Buch, diesen Kurs, diese Apps. Damit Du nicht mitgenommen wirst, sondern mitgestaltest.
Mehr KI = Mehr Mensch. Genau das.